Market-Adviser Kapitalmarktausblick Teil 1

 Liebe Leser,

Wir freuen uns sehr Ihnen mit “Market-Adviser” einen ganz neuen Leitfaden für Ihre Finanzen vorstellen zu dürfen.

Market-Adviser bietet Ihnen tief analysierte Tipps rund um die Kapitalmärkte wie Aktien, Rohstoffe und Anleihen. Selten zuvor war eine ganz klar definierte Krisenstrategie derart von essentieller Bedeutung wie heute. Krisen bieten nicht nur Gefahren – Krisen sind auch Chancen. Aber die Chancen müssen exakt ausgearbeitet werden, um auch künftig zu den Gewinnern zu gehören.

Wir wünschen Ihnen viel Erfolg und freuen uns von Beginn an auf Ihr Feedback! (senden Sie Ihr Feedback einfach an: info@market-interview.com)

In Kooperation mit www.böersennews.de

 

Kapitalmarktausblick (Teil 1)

 1.Globale Wirtschaftsentwicklung

Die Eurokrise und der globale Überschuldungswettlauf im Einklang mit einer expansiven Geldpolitik ist das große Thema, was die Märkte 2012 bewegte und auch 2013 das zentrale Thema bleiben wird. Die Meinungen von Politikern und Wirtschaftswissenschaftler triften weit auseinander. Denn einerseits ist sparen angesagt und andererseits ist Wachstum nicht ohne Investitionen zu erzielen.

Die Entscheidung der EZB Anleihen angeschlagener Staaten nahezu bedingungslos aufzukaufen und die Umsetzung des ESM bedeutet nichts anderes als frisch gedrucktes Geld in den Markt zu werfen. Auch die US-amerikanische Zentralbank FED pumpt ungehalten Liquidität in den Markt. Zweifelsohne führt diese – mit Verlaub – total unkontrollierte Geldpolitik zu einer Geldentwertung (Inflation). Welche Auswirkungen schlussendlich diese Überverschuldung und Gelddruck für die einzelnen Staaten und insbesondere die Bevölkerung haben wird, sind schwer abschätzbar. Kommt es zu einer Art Schuldenschnitt, oder zu einer unkontrollierten Inflation (sprich Hyperinflation), oder wird ganz einfach noch über Jahre hinweg einfach Geld gedruckt, oder kommt es zu massive Steuererhöhungen?

 

Expansive Geldpolitik ist total außer Kontrolle geraten!

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Quelle:Tagesgeld.info

Klar ist nur, dass Sie Ihr Vermögen jetzt ganz gezielt den politischen Entscheidungen entsprechend strategisch investieren müssen. Das Ziel dieses Ausblicks ist kurzfristige Chancen durch die Liquiditätsbereitstellung zu nutzen – und parallel eine Absicherung für eine wahrscheinlich mittel- bis langfristige Kapitalentwertung schaffen.
 
Geld-Druck und dennoch Rezession?

Eine Euphorie zeigt sich an den internationalen Aktienmärkten. Die wichtigsten US-Indizes bewegen sich in Richtung Allzeithochs. Die gedruckten Billionen müssen schliesslich irgendwo hinfliessen. Aber ob die gigantischen Summen auch die Realwirtschaft erreicht, ist fraglich. Denn zunächst werden entsprechende Löcher “gestopft”, Banken halten aufgrund neuer Regulierungen ihr Kapital zurück und somit bleiben auch Unternehmens- und Konsuminvestitionen aus. Vor allem die hohe Arbeitslosigkeit und Überverschuldung der europäischen Mittelmeerstaaten (Spanien, Griechenland, Italien, Portugal) hemmt den Konsum. Schliesslich wird das nicht spurlos an den Ergebnissen der Unternehmen vorbeigehen. Eine gnadenlose Anpassung der Produktionskapazität und womöglich auch deflationärer Preiskampf könnte entfachen.
 Tipp: Lesen Sie hierzu das Interview vom Finanzmarktexperte und -Journalist Roland Klaus (bekannt von N-TV und CNBC) http://market-interview.com/interview-171/interview-mit-roland-klaus-ueber-finanzmaerkte
 

Erste Tendenzen einer globalen Rezession sichtbar:
Europas größter Konsumgüterhersteller Unilever reagiert bereits auf die Krise und verringert seine Packungseinheiten. Die Stimmung bei den Unternehmen ist schlecht. Dies zeigt der Markit-Einkaufsmanagerindex, der im September auf 46,1 Punkte fiel (unter 50 Punkte zeigt Rückgang). Die 5.000 befragten Unternehmen leiden unter sinkenden Aufträgen und kappen Personal. Große Blue Chips wie Daimler und BMW haben ihre Absatzprognose bereits gesenkt. Andere werden voraussichtlich folgen.

In den USA sieht es kaum besser aus. Wie das Economic Cycle Research Institute aus New York in ihrer Analyse feststellt, befinde sich die Wirtschaft der Vereinten Staaten bereits in einer Rezession, deren Daten natürlich erst nach dem Quartal veröffentlicht werden. Der Arbeitsmarkt spielt bei einer rezessiven Entwicklung eine ganz wesentliche Rolle, denn hier wird das Kapital für Konsumenten “verteilt”. Und da sieht es nach jetzigen Prognosen eher schlecht als recht aus. Denn immer mehr Vollzeitstellen werden zu Teilzeitstellen mit unbezahlten Überstunden umverteilt. Ausserdem treibt die frische Liquidität auch die Rohstoff-Energiepreise nach oben. Das entzieht dem Konsumenten zusätzlich Kapital.

 
2.Aktienmarkt

Wieso steigt der Aktienmarkt, wenn sich viele über eine drohende Rezession oder gar Depression sorgen? Die Antwort liegt im vermeintlichen Gegensteuern der Zentralbanken. Auf allen Fronten hofft man die Investitionen durch frisches Geld ankurbeln zu können. Das Geld schafft sich dadurch den Weg in verschiedene Anlageklassen und eine davon ist der Aktienmarkt. Deshalb stiegen die Börsen in den vergangenen Monaten überdurchschnittlich stark.

DAX: Kurzfristiges Risiko
 

 

 

 


 

 

 

 

+24% performte der DAX binnen eines Jahres und jetzt hat der DAX dem mittelfristigen Aufwärtstrend nach unten durchbrochen. Sollte der Aufwärtstrend nicht bald zurückerobert werden, könnte es zu einer weiteren Konsolidierung führen. Aktuell ist also Vorsicht geboten !

Auch bei einer drohenden Inflation dürften Aktionäre ihr Kapital im Vergleich zu purem Cash höher halten. Denn es geht um Werte und produzierende Unternehmen stellen nun einmal Werte dar. Aber Aktienanleger sollten sich auf eine Berg- und Talfahrt gefasst machen. Denn spurlos wird es langfristig auch in dieser Assetklasse nicht vorbei gehen.

Tipp: Lesen Sie hierzu das Interview mit dem Fondsmanager und stellvertretenden Vorstand vom VTAD Jürgen Nowacki zum Thema Finanzmärkte: http://www.market-interview.com/interview-171/interview-mit-juergen-nowacki-ueber-finanzmaerkte

Eine Rezession, die diesmal voraussichtlich zunächst mit einer Deflation begleitet sein wird, werden sicherlich einige Unternehmen nicht überleben. Darum ist eine genaue Auswahl von Sektoren, Regionen, aber auch Finanzstärke ein ganz entscheidender Faktor.
 
Fazit:
Kurzfristig könnten die Aktienkurse aufgrund der Ralley etwas konsolidieren, um frische Kraft zu sammeln. Mittelfristig wird die Börse jedoch weiter von der historisch nie vorhandenen Liquiditätsmasse profitieren. Gefahr besteht bei konjunkturabhängigen Branchen wie Automobil, Baugewerbe, Stahl, Schiffsbau, etc. Positiver sieht es bei Rezessionsgefahr dagegen bei existenzbezogenen Branchen wie der Nahrungsmittel- und Konsumgüter sowie Pharma aus. Selbst in einer Rezession brauchen die Menschen Essen, Trinken, Kleidung, Waschmittel und Körperpflege. Auf lange Sicht – sollte es zu unserem erwarteten Szenario kommen – lohnen sich Unternehmen aus den oben genannten Branchen.

Tipp: Warten Sie auf leichte Rücksetzer – die Bewertungen sind aktuell nicht mehr attraktiv!

Nahrungsmittel:
Unternehmen
KGV (e 2012)
Dividende

Performance 1 Jahr

Danone
16
3%
+0,1%
Nestle
17,3
3,5%
+20,1%
Unilever
18
3,3%
+17,2%
Coca Cola
18,5
2,7%
+16%
Kraft
16,1
4,3%
+33,8%
Kellog
16
3,2%
+15%
 

Wie die Tabelle zeigt, liegen vor allem die KGVs dieser konservativen Werte bereits über Durschnitt. Das durchschnittliche KGV liegt im Dow Jones bei rund 12,5 und im Euroraum (EuroStoxx) bei runden 11.

Pharma:
Unternehmen
KGV (e 2012)
Dividende

Performance 1 Jahr

Pfizer
11,2
3,6%
+30%
Johnson & Johnson
13,9
3,4%
+15,7%
Merck
13,2
1,6%
+36,6%
Bayer
12,4
2,7%
+42,2%
Roche
13,2
4,1%
+27,7%
Novartis
11,7
4,0%
+18,5%
 

Auch bei Pharmawerten haben sich die Investoren aus Rezessionssorgen bereits auf eine Umschichtung in Defensive Werte vorbereitet. Jedoch liegen die Bewertungen hier niedriger als im Nahrungsmittelsektor.

Konsum:
Unternehmen
KGV (e 2012)
Dividende

Performance 1 Jahr

Procter & Gamle
18,0
3,1%
+13%
Altria
14,4
5,4%
+20,5%
Henkel
17,2
1,4%
+42,1%
L Oreal
21
2,2%
+24,0%
 

Wie bei den anderen konservativen Branchen liegen die Bewertungen bei Konsum (Drogerie und Kosmetik) über Durchschnitt.

Zyklustheorie nicht vergessen:
Die Börse lebt von Über- und Untertreibungen. Bei einem wirtschaftlichen Tiefpunkt sind meist konjunktursensitive Branchen (wie oben beschrieben) extrem unterbewertet. Dieser Turnaround bietet dann gewaltige Chancen.

Wir informieren Sie sobald es soweit ist.

Beimischung kleiner Unternehmen kann Sinn machen
Ohne Zweifel birgen kleine Unternehmen aufgrund geringer Finanzausstattung Gefahren. Andererseits sind kleine Unternehmen, die von Kursverlusten betroffen sind – jedoch dennoch über gute Technologien oder Potenzial verfügen – potenzielle Übernahmekandidaten. Da kann es schnell zu Übernahmeangeboten kommen und die Kurse nach oben schnellen. Es ist aber Vorsicht angesagt. Denn: man weiss erst wer übernommen wird, wenn ein Angebot vorgelegt wurde. Ausser möglichem Übernahmepotenzial notieren kleinere Unternehmen (Small Caps) meist auf sehr niedrigem Niveau. Eine exakte Analyse ist bei Small Caps dennoch der Schluessel zum Erfolg.
Wichtige Ankündigung: Sie erhalten in den kommenden Wochen und Monaten regelmässig Tipps zu spekulativen Beimischungen Ihres Depot!

Super Potenzial bei europäischen Midcaps mit Emerging Markets Bezug
Die Absatzmärkte sind das A&O bei der Analyse von wahrscheinlich wachsenden Unternehmen. Während das Absatzwachstum in den Industriestaaten selbst gering ist, erzielen exportorientierte Unternehmen ihr Wachstum hauptsächlich in den Schwellenländern. In der Asienregion (ex Japan) beispielsweise wird auch für 2013 ein Wachstum von über 5% erwartet. Insbesondere europäische Midcap-Unternehmen – also mittelgroße börsennotierte Unternehmen – haben die Expansion in diese Richtung vorangetrieben und profitieren in den Schwellenländer-Regionen überdurchschnittlich star

 

 

 

Wichtige Ankündigung: verpassen Sie nicht unser Spezial zu den europäischen Midcaps, die von Wachstum der Emerging Markets profitieren!

Goldminen nicht unterschätzen!
Gold zählt als DIE Krisenwährung schlechthin und wer sich nicht physisch in der Metall einkaufen will, hat mit produzierenden Goldminen eine ausgezeichnete Alternative. Wie in nächsten Ausgabe bei “Rohstoffe” beschrieben ist die Wahrscheinlichkeit eines überdurchschnittlich steigenden Goldpreises aufgrund der oben erklärten Finanzpolitik sehr hoch. Hier erhalten Sie eine Liste ausgewählter Goldtitel. Wichtig erscheint uns, dass man die Priorität auf bereits produzierende Goldminen setzt und Junior Explorer eher als spekulative Beimischung sieht.

Wichtige Ankündigung: im Zuge unserer Reihe“Kapitalmarktausblick“ stellen wir Ihnen interessante Goldminen vor! 

Die kommenden Themen bei der Reihe Kapitalmarktausblick sind:
 -Ländercheck mit Daten und Fakten sowie Chart-Analyse
-Rohstoffe
-Anleihen
Danach folgt ein Special über die grossen Chancen europäischer Midcaps, die vom Wachstum der Emerging Markets profitieren!

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