Interview mit Dirk Müller (über Euro-Krise / ESM) extern

Interview mit Dirk Müller (über Euro-Krise / ESM) extern (mit freundlicher Genehmigung von Finanzen.net)


Über Dirk Müller: Dirk Müller alias „Mister Dax“ ist einer der gefragtesten Börsenexperten in TV-Interviews, Vorträgen und Zeitungsberichten. Anfang 2009 erschien sein Bestseller C(r)ashkurs, in dem er über die Hintergründe der Börsen-­‐ und Finanzwelt aufklärt und die Missstände unseres Wirtschaftssystems deutlich ausspricht. Am 12. September erschien sein zweites Buch Cashkurs – ein Finanzratgeber für Einsteiger und Fortgeschrittene. Dirk Müller ist Geschäftsführer der Finanzethos GmbH und außerdem Betreiber der Internetseite cashkurs.com, wo er sich ebenfalls das Ziel gesteckt hat, die Menschen über Hintergründe und Zusammenhänge der Wirtschaft und Finanzmärkte aufzuklären.

(dieses Interview erschien exklusiv auf www.finanzen.net)

Mr. Dax kritisiert die Politik des billigen Geldes und die Anleihekäufe der EZB. Er favorisiert Sachwerte und bereitet sich auf den Zusammenbruch der Währungsunion vor.

von Benjamin Summa

Herr Müller, der DAX hat vergangene Woche nach dem „Ja“ des Bundesverfassungsgerichts zum Euro-Rettungsschirm den höchsten Stand seit 14 Monaten erreicht. Erwarten Sie jetzt noch eine Herbstrallye oder ist das Gros der Kursfantasie bereits eingepreist?

Dirk Müller: Es wurde natürlich sehr viel Spannung im Vorfeld dieses Urteils aufgebaut. Das Signal ist jetzt eindeutig: Enorme Mengen Geld werden gedruckt und ein Kollaps steht nicht unmittelbar bevor. Das nimmt natürlich erst einmal die Unsicherheit aus den Märkten. Aktien, besonders Minenwerte, Rohstoffe und Edelmetalle werden von diesem Trend stark profitieren. Jeder sollte sich jedoch darüber im Klaren sein, dass durch die Geldschwemme kein einziges Problem gelöst worden ist. Der augenblickliche positive Trend hat nämlich nichts mit einer guten wirtschaftlichen Entwicklung zu tun, er ist rein liquiditätsgetrieben.

Zwei Szenarien, erstens: Die finanzielle Power von ESM, EZB und IWF reicht aus, um die Euro-Krise mittelfristig in den Griff zu bekommen. Zweitens: Die Staatspleite Athens wird die Zweifel am Bestand der Eurozone massiv verstärken und Spanien, Italien, vielleicht sogar Frankreich ins Visier der Spekulanten rücken. Welches ist aus Ihrer Sicht wahrscheinlicher?

Dirk Müller: Die finanzielle Kraft der EZB ist unbegrenzt, sie kann so viel Geld drucken wie sie will. Die Liquidität reicht also aus, um die Renditen in den Krisenländern der EU erst mal niedrig zu halten. Aber diese Politik des billigen Geldes verhindert, dass ... (lesen Sie hier weiter: http://www.finanzen.net/nachricht/aktien/Interview-Exklusiv-Dirk-Mueller-34-Inflation-und-Stagnation-fuehren-in-die-Katastrophe-34-2056284)

 

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